DVCK e.V.

Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur

Protest gegen "Le Monde"

Die Pariser Tageszeitung Le Monde veröffentlichte in der Ausgabe vom 19. März eine Gotteslästerliche Karikatur, die sich auf das Verbot von Kondomen seitens der katholischen Kirche bezog. Die Zeichnung zeigt ein Boot von dem aus ein verungestalteter Jesus Kondome in die Masse wirft, die sich um das Schiff schart. Die Überschrift: "Nach der Kondomvermehrung folgt die Liebesvermehrung". Ein resignierter Papst kauert im Boot hinter der blasphemischen Jesus Darstellung.

Nach den eigenen Worten von Le Monde überfiel die Redaktion ein wahrer Tsunami von Protesten aus aller Welt.

Schließen Sie sich den Protesten an. Die E-Mail-Adresse von Le Mondecourrier-des-lecteurs@lemonde.fr

Falls Sie die Karikatur sehen wollen, klcken Sie hier

Aids-Debatte in Afrika: "Der Papst hat Recht"

Die ablehnende Haltung des Vatikans zu Kondomen als scheinbar allein Heil bringende Methode in der Aidsprävention beschäftigt die internationale Presse und wird massiv kritisiert. Anders in Afrika. Unsere Korrespondentin Birgit Pottler hat sich umgehört:

Die "Kondomdebatte" habe in Afrika keinen Schatten auf den Papstbesuch geworfen. Père André Tum aus der Diözese Edea weist diesen Eindruck entschieden zurück. Noch dazu habe diese Journalistenfrage ja gar nichts mit den Auftritten Benedikts in Afrika selbst zu tun. Die Botschaft des Papstes habe die Kirche in Afrika im Gegenteil bestärkt, betont Tum, Professor für Metaphysik am Grand Seminaire von Bafoussam:

"Wir Afrikaner erwarten vom Papst ein Wort der Hoffnung, eine Stärkung im Glauben. Es ist klar, dass Abstinenz und Treue die wirksamsten Mittel sind, die Ausbreitung von Aids einzudämmen."

Natürlich verteilen Nichtregierungsorganisationen Kondome. Aber - Père André unterstreicht seine Worte mit energischen Handzeichen -

"ein gläubiger Christ, ob nun Europäer oder Afrikaner, kann vom Kirchenoberhaupt keine andere Aussage erwarten. Wir Afrikaner fühlen uns bestärkt, denn die Papstbotschaft weist uns auf das Wesentliche hin. Das Evangelium leitet uns an, vollkommen zu sein. Und es ist die Aufgabe des Papstes, uns zur Perfektion, zur Vollkommenheit zu führen. Der Papst darf uns nicht sagen, wie wir besser sündigen können - das ist nicht seine Aufgabe. Er muss uns dabei helfen, das Evangelium im Leben umzusetzen."

Afrikas Katholiken - einen Unterschied zwischen praktizierenden und sogenannten Taufschein-Katholiken gibt es hier nicht - seien der gleichen Ansicht, versichert Tum, auch die Frauen. Doch die kirchliche Lehre und die persönlichen Überzeugungen ließen sich eben nicht immer mit der Realität vereinen, das sei in Afrika so. Der Professor und erfahrene Seelsorger erzählt erst, als das Mikrofon wieder in der Tasche verstaut ist, von Gesprächen mit Frauen, von afrikanischen Traditionen und der verbreiteten Ansicht, je mehr Frauen, je mehr Kinder, desto angesehener ein Mann.

Ein Katholik aus Yaoundé, gekleidet in traditionelles Gewand, erklärt uns jedoch, während Benedikt XVI. im Stadion Eucharistie feiert:

"Der Papst hat Recht. Die Verteilung von Kondomen führt zu sexueller Zügellosigkeit."

Kondome allein lösten das Problem nicht. Der Mann stimmt dem Papst zu und mahnt sogleich die Kirche, HIV-Patienten nicht zu diskriminieren:

"Diese Krankheit kann ja auch zum Beispiel durch eine Bluttransfusion übertragen werden. Die Betroffenen verdienen es also, wie alle anderen Kranken behandelt zu werden, mit Würde und Respekt. Und sie brauchen medizinische Versorgung."

Im Jahr 2000 haben HIV-positive Frauen in Yaoundé eine Selbsthilfegruppe gegründet, inzwischen unterstützt ihr Verein AFASO Waisenkinder, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, betreibt Aufklärung und bekämpft die Stigmatisierung HIV-positiver Menschen in der Gesellschaft. Mit Frauen über das Thema Aids und Kondomgebrauch zu sprechen, erweist sich während der Papstreise als schwierig. Eine Katholikin schüttelt auf die Frage, was sie über die Papstworte denkt, den Kopf und macht einen Schritt zurück:"Er ist der Papst. Das muss er sagen und denken. Punkt." (rv) 21.03.09

Aidsforscher stellt sich hinter Papstaussage

Ein renommierter US-amerikanischer Aidsforscher stellt sich hinter die Aussage Papst Benedikts, Kondome würden das Aids-Problem verschlimmern. 25 Jahre Forschung hätten gezeigt, dass zwischen verstärktem Gebrauch von Kondomen und Rückgang der HIV-Infektionsrate keine Verbindung nachweisbar sei, so Edward Green. Der Wissenschafter leitet das Zentrum für Studien zu Bevölkerung und Entwicklung an der Harvard-Universität und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Präservativen als Instrument der Familienplanung in Afrika. Überdies verleite das Kondom zu einem riskanteren Lebensstil. "Es ist dasselbe wie Sonnencreme zu verwenden und dafür länger in der Sonne zu bleiben, weil man sich ohnehin geschützt fühlt", erklärte der Professor. Die massive Nutzung von Präservativen sei heute auch von finanziellem Interesse. Aus diesem Grund sei "aus einem Verhütungsmittel die beste verfügbare Waffe gegen Aids geworden", so der Forscher. (ansa) 22.03.09

Patriarch von Moskau, Kyrill I., unterstützt den Papst

Russland

Der Patriarch von Moskau, Kyrill I., unterstützt die Position von Papst Benedikt über die Mittel zur Bekämpfung von Aids. Verhütungsmittel seien weder eine passende Antwort auf die Krankheit noch auf die Probleme des afrikanischen Kontinents, so Kyrill. Der stellvertretende Vorsitzende des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Vsevolod Tchapline, erklärte, nur richtige, ethische Erziehung und ein vernünftiger Lebensstil, wie ihn auch die orthodoxe Kirche lehre, könne die Epidemie eindämmen. (zenit) 21.03.09

 

Buchtyp

„Die Schönheit Gottes” - erschienen in der Edition Radio Vatikan
Die „Schönheit Gottes” das ist das Thema einer wunderbaren Meditation, die Papst Benedikt XVI. – noch als Kardinal Ratzinger – geschrieben hat. Die christliche Tradition hat in Jesus Christus den schönsten aller Menschen erkannt; in der Karwoche allerdings schaut die Liturgie auf den leidenden, entstellten Gottesknecht. „Nicht Schönheit war an ihm noch edle Gestalt,” heißt es da nach Jesaja in der Liturgie. Dieses Paradox ist für Ratzinger der Ausgangspunkt für eine faszinierende Meditation über das Wesen der christlichen Liebe und der menschlichen Sehnsucht, die nach Erfüllung dürstet.
Diesen Text hat P. Max Cappabianca OP von der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan neu herausgegeben – bereichert mit Bildern aus Liturgie und Kunst, die in einen inneren Dialog treten zum Text.
Eine Besonderheit: Für Radio Vatikan hat der damalige Kardinal den Text aufgesprochen – dem Buch ist diese Aufnahme als CD beigelegt. So können Sie diese Meditationen – gelesen also von Josef Ratzinger selbst – auch hören und so innerlich nachvollziehen.
Wir legen Ihnen diese in der Edition Radio Vatikan erschienene Buch mit CD sehr ans Herz. Eine ideale Einstimmung auf die Heilige Woche und die Freude von Ostern.
Titel: Die Schönheit Gottes Ecce Homo – Seht, welch ein Mensch
Autor: Benedikt XVI / Josef Ratzinger
Verlag: St. Benno-Verlag
Preis: ca. 9,90 €
(Quelle: Radio Vatican Newsletter 15.03.08)

Jeder Mensch repräsentiert Gottes eigene Gegenwart

Angesichts der gegen die Kirche häufig vorgebrachten ungerechtfertigten Vorwürfe mangelnder Sensibilität sei es mir auch gestattet, die fortwährende Unterstützung zu betonen, die sie im Laufe ihrer 2000-jährigen Geschcichte der Forschung hat zukommen lassen, die auf die Behandlung von Krankheiten und auf das Wohl der Menschheit ausgerichtet ist. Wenn es Widerstand gegeben hat – und immer noch gibt –, so bestand und besteht dieser gegenüber jenen Formen der Forschung, die die plamäßige Vernichtung von bereits existierenden, wenngleich noch nicht geborenen Menschen vorsehen. In solchen Fällen stellt sich die Forschung, abgesehen von den therapeutisch nützlichen Ergebnissen, nicht wirklich in den Dienst der Menschheit. Sie vollzieht sich nämlich durch die Vernichtung des menschlichen Lebens, das dieselbe Würde besitzt wie das der anderen Menschen und der Forscher selbst. Die Geschichte selbst hat in der Vergangenheit eine derartige Wissenschaft verurteilt, und sie wird sie auch in Zukunft verurteilen – nicht nur weil sie des Lichtes Gottes entbehrt, sondern auch, weil sie der Menschlichkeit entbehrt. Ich möchte hier wiederholen...: Das Leben muss unverfügbar bleiben. Es muss hier eine Grenze unseres Machens, Könnens und Dürfens und des Experimentierens aufgerichtet bleiben. Der Mensch ist nicht eine Sache für uns, sondern jeder einzelne Mensch repräsentiert Gottes eigene gegenwart in der Welt... Angesichts der direkten Vernichtung des Menschen darf es weder Kompromise noch Ausflüchte geben; man darf nicht denken, dass eine Gesellschaft wirksam Kriminalität bekämpfen kann, wenn sie selbst das Verbrechen am ungeborenen Leben legalisiert...
Das Wort des Menschen ist nicht nur in allgemeingültigen Zielsetzungen zu suchen, sondern auch in den Methoden, die zu ihrer Erlangung verwendet werden. Der gute Zweck kann nie Mittel rechtfertigen, die ihrem Wesen nach unrechtmäßig sind...“
(Papst Benedikt XVI., Audienz für die Teilnehmer eines Kongresses der „Päpstlichen Akademie für das Leben“, 16.9.2006)

Das wahre Antlitz Gottes kennenlernen

Heute, in einer multikulturellen und multireligösen Welt, sind viele versucht zu sagen: „Es ist besser für den Frieden in der Welt, zwischen den Religionen und den Kulturen, nicht zuviel von der Besonderheit des Christentums zu sprechen, also von Jesus, der Kirche, den Sakramenten. Begnügen wir uns mit den Dingen, die uns mehr oder weniger gemeinsam sein können...“ Aber das ist nicht wahr. Gerade in diesem Augenblick – einem Augenblick in dem der Name Gottes gro0en Mißbrauch erfährt – brauchen wir den Gott, der am Kreuz siegt, der nicht mit Gewalt siegt, sondern mit seiner Liebe. Gerade in diesem Augenblick brauchen wir das Antlitz Christi, um das wahre Antlitz Gottes kennenzulernen und so dieser Welt Versöhnung und Licht zu bringen. Daher müssen wir zusammen mit der Liebe, mit der Liebesbotschaft, mit all dem, was wir für die Leidenen in dieser Welt tun können, auch das Zeugnis dieses Gottes bringen, das Zeugnis von Gottes Sieg eben druch die Gewaltlosigkeit seines Kreuzes.

(Papst Benedikt XVI, Ansprache in der Pfarrkirche von Rhêmes-Saint Georges, Aosta-Tal, 23.07.06, zitiert in FMG-Information 90, Nov. 2006)

Keine Angst

Zum Abschluß des „Ad-limina-Besuchs“ der deutschebn Bischöfe am 10.11.06 ermunterte Papst Benedikt XVI. die Katholiken in Deutschland, sich mutig der modernen säkularisierten Kultur zu stellen. „Wir brauchen keine Angst vor der geistigen Konfrontation mit einer Gesellschaft zu haben, hinter deren zur Schau gestellter Überlegenheit sich doch Ratlosigkeit angesichts der letzten existentiellen Fragen verbirgt“, sagte der Papst.

Die Kirche verfüge in Deutschland über tiefe geistliche Wurzeln und über hervorragende Mittel zur Förderung des Glaubens und zur Unterstützung bedürftiger Menschen im In- und Ausland, sagte der Papst. Die Kirche müsse „die Kraft und Schönheit des katholischen Glaubens neu sichtbar machen“. Die  „aktive Mitarbeit der Laien für das Leben der Kirche“ sei in der säkularisierten Kultur immer wichtiger. (aus FAZ 11.11.06)

Papst sorgt sich um Abtreibungen in Deutschland

Beim Empfang des neuen deutschen Botschafters im Vatikan (28.9.06) äußerte Papst Benedikt XVI. seine Sorge über politisch-gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland. Der im Grundgesetz verbriefte Schutz von Ehe und Familie drohe ausgehöhlt zu werden. Neue vom Gesetzgeber vorgesehene Formen entfernten sich von der natürlichen Familie, sagte der Papst.

Benedikt XVI. betonte auch erneut die Ablehung des Vatikans von Abtreibungen. Sie seien „eine schmerzlich empfundene Sorge“ des Heiligen Stuhls. Er hoffe, daß die aktuelle Diskussion um die Spätatreibungen bei den politisch Veratwortlichen das Bewußtsein dafür schärfe, daß auch die absehbare Behinderung eines Kindes kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch sein dürfe. Es könne „niemals und für niemanden eine Garantie auf Leben ohne körperliche, seelische oder geistige Einschränkungen geben“. (DW, dpa)

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