DVCK e.V.

Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur

Reaktionen auf ein atheistisches Urteil

Der Europäische Gerichshof für Menschenrechte hatte per Urteil Kruzifixe in Klassenzimmer staatlicher Schulen in Italien VERBOTEN !

Vatikan: Papstsprecher, „Ein erstaunliches Urteil“
Das Kreuzzeichen in den Klassenzimmern staatlicher Schulen ist nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar – so entschied am Dienstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Die Richter gaben damit einer aus Finnland stammenden Italienerin einstimmig Recht. Sie hatte darauf geklagt, in Italien ihre Kinder in Räumen ohne religiöse Symbole unterrichten zu lassen. Das Kruzifix im Klassenzimmer verletze die Religionsfreiheit der Schüler, so das Urteil. Es bezieht sich auf Italien, hat aber Tragweite für den ganzen Kontinent. Entsprechend irritiert reagieren die Kirchen quer durch Europa. Auch im Vatikan wurde der Schiedsspruch mit Erstaunen und Bedauern aufgenommen. P. Federico Lombardi, Pressesprecher des Heiligen Stuhles:
„Es ist schwerwiegend, ein fundamentales Zeichen der religiösen Werte in der Geschichte und der Kultur Italiens aus Bildung und Erziehung ausschließen zu wollen. Die Religion leistet einen wertvollen Beitrag für die Bildung und das moralische Wachsen der Menschen, und sie ist ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft. Es ist falsch und kurzatmig, das alles aus unserer Bildungswelt ausschließen zu wollen.“
Es sei erstaunlich, dass ein europäischer Gerichtshof schwerwiegend in eine Angelegenheit eingreift, die mit der historischen, kulturellen und geistlichen Identität Italiens zutiefst verbunden sei, so Lombardi.
„Das ist nicht der Weg, auf dem das Wohlwollen und die Teilhabe an der europäischen Idee vermehrt wird, die wir als italienische Katholiken von Beginn an sehr unterstützt haben. Es scheint, als ob man die Rolle des Christentums in der Entstehung der europäischen Identität verkenne wollte, wo sie doch in Wirklichkeit wesentlich war und bleibt. Das Kreuz war immer ein Zeichen der Hingabe der Liebe Gottes, seiner Verbundenheit und der Annahme der gesamten Menschheit. Es ist enttäuschend, dass es nun als Zeichen der Trennung, des Ausschlusses und der Begrenzung von Freiheit gesehen wird. Das ist das Kreuz nicht - und das ist es auch nicht in der Wahrnehmung der Menschen.“
Auch die italienische Bischofskonferenz äußerte in einer Stellungnahme „Bitterkeit und Verblüffung“. Selbst unter Politikern in Italien stieß die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte mehrheitlich auf Kritik. Die Regierung in Rom kündigte bereits Beschwerde gegen die Entscheidung an. (rv) 04.11.09

Vatikan: Bertone, „Es bleibt nur das Kürbisfest übrig“
„Im Europa des 21 Jahrhunderts gibt es nur noch die Kürbisse des Halloween-Festes, die wirklich wertvollen Symbole werden weggeschnitten.“ Das sagte an diesem Mittwoch Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Rande eines Besuchs eines römischen Krankenhauses zum Kruzifix-Urteil. Für Bertone ist der Verlust der Symbole schwerwiegend. „Ich beklage den Verlust. Wir müssen mit all unserer Kraft versuchen, die Zeichen unseres Glaubens zu bewahren, für die, die glauben und für die, die nicht glauben.“ Der Vatikan werde das tun, was von ihm erwartet werde, so der zweite Mann im Vatikan weiter. Er werde wie auch schon die italienische Bischofskonferenz alle Christen dazu ermuntern, auf das Urteil zu reagieren. (adnkronos)

Vatikan: Kasper fordert Christen zum „Aufwachen“ auf
„Dieses Zeichen eines aggressiven Säkularismus müsste uns aufwecken und dazu bringen, unsere Stimme zu erheben.“ Das meint der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper zum Kruzifix-Urteil. Der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte Kasper: „In einigen europäischen Kreisen in Straßburg und Brüssel will man etwas aufbauen, was nicht mehr Europa ist – denn ohne Christentum gibt es kein Europa.“ Christen dürften eine solche „anti-historische Tendenz“ nicht hinnehmen; Kreuze aus Schulzimmern zu entfernen sei „eine Verletzung des Mehrheitswillens“, „erst recht in Italien“. Kasper leitet den Päpstlichen Einheitsrat. (corriere della sera)

Damals: Kardinal Ratzinger zum (dt.) Kruzifixurteil
Kruzifixurteil? Kennen wir auch aus Deutschland. Dort entschied 1995 das Karlsruher Bundesverfassungsgericht gegen Kreuze in Schulen; ein Aufschrei der Empörung war die Folge. Von Rom aus wandte sich auch der damalige Kardinal Joseph Ratzinger – heute Papst Benedikt – gegen das Urteil. Im Gespräch mit dem Journalisten Peter Seewald erklärte der damalige Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation seine Haltung. Hören Sie hier einen unveröffentlichten Auszug aus den Aufnahmen, auf denen das Gesprächsbuch „Salz der Erde“ fußt.

Aus dem Archiv: Eine Predigt Joseph Ratzingers über das Kreuz
„Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben“ – zu diesem Thema hielt Joseph Ratzinger – heute Papst Benedikt – einmal eine Karfreitags-Betrachtung für Radio Vatikan – deutschsprachige Sektion. Aus Anlass des neuen Kruzifixurteils des Europäischen Menschenrechts-Gerichtshofs dokumentieren wir hier diese Predigt. (rv)
Hier zum Nachlesen und -hören

Europa: „Gegensatz zwischen Kreuz und Religionsfreiheit...?“

Aldo Giordano ist Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhles beim Europarat in Straßburg – bei jener Organisation also, dem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zugeordnet ist. Hier eine erste Einschätzung des päpstlichen Diplomaten über das Anti-Kruzifix-Urteil der Straßburger Richter:
„Es scheint, als ob das Urteil auf der Annahme beruht, dass es einen Gegensatz gäbe zwischen dem Zeigen des Kreuzes und dem Pluralismus in der Bildung. Ich glaube, dass dieser Gegensatz völlig ohne Fundament ist. Genauso nimmt das Urteil an, dass es einen Gegensatz zwischen Kreuz und der Religionsfreiheit des Individuums gibt, und auch das, scheint mir, muss erst noch bewiesen werden. Wir haben viel Erfahrung mit religiösen Minderheiten, die in einer Gesellschaft leben mit einer mehrheitlich anderen Religion – Minderheiten, die dort frei leben.“
Giordano glaubt, dass Europa dringend Respekt vor der Lebenswirklichkeit der Menschen und ihren Traditionen braucht. Das sei auch klar benannt in der Konvention, auf die sich der Europarat stützt. „Wenn wir damit weitermachen, diese Identität zu zersetzen, werden wir schließlich ohne Visionen für die Zukunft dastehen“, so der Vatikan-Diplomat.
„Ja, mir scheint dass Europa die europäische Idee aufs Spiel setzt, und zwar genau in diesem Punkt: im Kontakt mit den konkreten Menschen. Und das Urteil passt genau auf diese Linie. Anstatt ein Europa im Dienst an den Menschen, an ihrer Identität und deren Pflege zu sein, ein Europa, wo Menschen in eine Gemeinschaft genommen werden, wo Identitäten wertgeschätzt werden, scheint es, dass wir Angst vor den Identitäten haben, Angst vor den Traditionen und somit einen inhaltsleeren Raum schaffen. So scheint mir, dass dieses Urteil sozusagen ‚alt’ ist, dass es nicht das ausdrückt, was die Menschen in Europa beginnen zu empfinden und auch leben wollen, und was einige Staaten schon begonnen haben wahrzunehmen. Mir scheint, dass wir mit dem Urteil ein wenig in der Vergangenheit gefangen sind.“ (rv) 04.11.09

Österreich: Schönborn, Kreuz-Urteil „inakzeptabel“
Der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, findet das „Kreuz-Urteil“ der Straßburger Richter „schlichtweg inakzeptabel.“ In Österreich sei die Gesetzeslage klar: In allen Schulen, in denen die Mehrheit der Schüler einem christlichen Religionsbekenntnis angehört, ist in allen Klassenräumen ein Kreuz anzubringen. Das habe Verfassungsrang, so Schönborn, der gleichzeitig Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz ist.
„Das Kreuz in den Klassenzimmern verletzt die Religionsfreiheit nicht, auch nicht das freie Bekenntnis der verschiedenen religiösen Überzeugungen. Dieses Symbol ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Liebe stärker ist als der Tod. Auf diesem Symbol beruhen die europäische und die österreichische Identität. Mit seinem Urteil hat der Menschenrechtsgerichtshof Europa wirklich keinen Dienst getan. Dieser Kontinent hat dann eine Zukunft, wenn er seine Wurzeln nicht leugnet. Das Kreuz ist ein Sinnbild dieser Wurzeln.“ (kap) 04.11.09

Deutschland: Urteil hat keine Auswirkungen auf deutsche Schulen
Das Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes hat keine Auswirkungen auf deutsche Schulen. Das betonte der Sekretär der deutschen Bischofskonferenz, P. Hans Langendörfer, in einer Stellungnahme auf der Website der deutschen Bischöfe. Trotzdem sei das Urteil auch dem deutschen Episkopat ein Anliegen: So werden alle Bischofskonferenzen in Europa immer wieder darauf hinzuweisen haben, dass Religionsfreiheit nicht „Frei-sein von Religion“ bedeutet, zu dem man gerichtlich zwingen muss. Die Freiheitlichkeit eines Gemeinwesens zeigt sich gerade auch in seiner Offenheit und Pflege kultureller Traditionen, so Pater Langendörfer weiter. (pm) 04.11.09

Nahost: Bischöfe aus dem Orient geschockt über Kreuz-Urteil
Mit Verärgerung haben katholische Bischöfe aus dem Orient auf das Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte reagiert. Die Missbilligung von Kreuzen in öffentlichen Schulen sei „schlichtweg eine Schande“, sagte der chaldäisch-katholische Bischof Shlemon Warduni, im Gespräch mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR am Mittwoch. Der Entscheid der Straßburger Richter schwäche die Position der christlichen Minderheiten im Nahen Osten. Unverständnis äußerten auch der Franziskaner-Obere des Heiligen Landes, P. Pierbattista Pizzaballa, und der Vorsitzende der Türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese. (kap) 04.11.09

Zehn Irrtümer in Sachen Gentechnik

WELT-ONLINE-Autor Michael Miersch entlarvt zehn Irrtümer der Gentechnikbefürworter, die da sagen, dass Gentechnik Kühe krank macht und Bauern in den Selbstmord treibt. Was stimmt an solchen Behauptungen?

Der Streit über die Grüne Gentechnik hat sich zum Glaubenskrieg entwickelt. Den Gentechnikgegnern ist es dabei gelungen, eine Mehrheit der Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese Form der Pflanzenzucht mit bedrohlichen Risiken einhergeht. In den rund zwei Jahrzehnten seit den Anfängen des Konflikts haben sich die Streitpunkte jedoch verlagert. Anfangs wurden Gentechnikpflanzen als Gefahr für die Gesundheit des Menschen dargestellt, später mögliche ökologische Folgen in den Mittelpunkt gerückt. Zum Beispiel das Risiko, dass sich diese Kulturpflanzen unkontrolliert in der Natur ausbreiten. mehr...

Hier können Sie weitere Artikel von Michael Miersch einsehen.

Zweierlei Maß?

Vor einigen Monaten verzichtete ein Pfarrer auf seine Bischofsernennung, weil ihm die Medien und Progressiven Menschenfeindlichkeit vorgerworfen haben, auf Grund seiner Meinungsäußerung, "Katrina sei eine Strafe Gottes" gewesen, weil die Menschen dort schwer gesündigt hatten.

Was wird man von folgenden Äußerungen sagen?:

Der Zweite Weltkrieg war „eine Strafe Gottes für das russische Volk“, weil es „vom Glauben abgefallen war“. Das meinte der orthodoxe Patriarch von Moskau, Kyrill I., am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur „Interfax“. Weil „die ganze russische Nation“ die Kirche verleumdet und verfolgt und alle heiligen Stätten entweiht habe, könne man den – wie er in Russland heißt – „Großen Vaterländischen Krieg“ als „Gericht Gottes betrachten“, so Kyrill. Die Geschichte zeige, dass Gottes Gericht „nicht nur in der Ewigkeit kommt, sondern auch in der Geschichte“. Allerdings sei Gottes Strafgericht kein grausamer Despotismus, sondern „eine Demonstration der Wahrheit Gottes, seiner Gerechtigkeit und der Tatsache, dass die Welt ohne sie nicht auskommt“. (apic) 4.6.09

"Programm zur Stärkung der Fundamentalisten"

Wahlfreiheit zwischen Ethik und Religion als Schulfach - in Berlin ist dieses Anliegen am Sonntag gescheitert. Weiterhin gehen in der deutschen Hauptstadt - und nur da - Schüler ab Klasse 7 in den verpflichtenden Ethik-Unterricht; Religionsunterricht können sie bloß zusätzlich am Nachmittag belegen. P. Klaus Mertes SJ ist Rektor des Canisius-Kollegs, einer traditionsreichen katholischen Schule in Berlin. Am eindeutigen Ausgang des Volksentscheids zeigt sich für ihn,

"dass es wirklich religionsfeindliche Kreise in Berlin gibt, die einen dezidiert bekenntnishaften, atheistisch orientierten Unterricht haben wollen und Religion grundlegend der Intoleranz, der Unvernunft und der Aggressivität bezichtigen. Und das ist ein Feindbild, mit dem man hier in Berlin wird umgehen müssen."

 

Mertes will auch nicht das oft vorgebrachte Argument der Ethik-Befürworter gelten lassen, Religionsunterricht würde die Fundamentalisten stärken. Das Gegenteil sei der Fall: Gerade das Pflichtfach Ethik könne den Fundamentalisten in allen Religionen indirekt Auftrieb geben. Er verweist auf die in Berlin tätige "Islamische Föderation", die als Träger des freiwilligen Religionsunterrichts am Nachmittag auch staatlich gefördert unterrichten darf.

 

"Und da hat das Verwaltungsgericht ja - man höre und staune - gesagt, dass in einem solchen Unterricht dann auch punktuell von der Verfassung abweichende Werte unterrichtet werden dürfen. Und da klatschen sich natürlich alle Fundamentalisten in die Hände und sagen - gut, am Nachmittag können wir machen, was wir wollen, wir dürfen auch verfassungsfeindliche Inhalte unterrichten. Damit werden die Fundamentalisten, die sich ja dem öffentlichen Diskurs verweigern, durch die gegenwärtige Struktur gestärkt. Für mich ist das, was Berlin da macht, ein Programm zur Stärkung der Fundamentalisten." (rv) 270409

Kardinal aus dem Senegal: "Afrikaner können selbst denken"

Die westliche Welt solle aufhören, Afrika zu bevormunden. Das forderte gegenüber Radio Vatikan der Erzbischof von Dakar im Senegal, Kardinal Theodore-Andrien Sarr. Er kritisierte scharf die einseitige Berichterstattung westlicher Medien über den Kampf gegen Aids.

"Der Westen muss endlich zulassen, dass die Afrikaner so reagieren, wie sie es für richtig halten. Die Afrikaner leben auf ihre Art und Weise und denken auf ihre Art und Weise. Der Westen muss nicht für uns denken. Was passiert ist, ist sehr, sehr schade! Von dieser Reise hätte es so viel Schönes und Wichtiges zu berichten gegeben, doch Einige hatten nichts als Polemik im Sinn. Im Verhältnis zu den übrigen Inhalten der Reise ist diese Polemik sogar noch aufgebauscht worden. Es wird immer wichtiger, dass der Westen und seine Bewohner von dieser Meinung abkommen, dass nur sie Träger der Wahrheit sind, dass nur ihre Meinung und ihre Ideen zählen."

Kardinal Sarr berichtet im Gespräch mit uns vom gemeinsamen Kampf gegen Aids im Senegal von Christen und Moslems. Die Erfahrung zeige, das Kondom sei nicht die einzige Waffe gegen die Immunschwächekrankheit:

"Wir haben uns im Auftrag des Präsidenten engagiert und gemeinsam Abstinenz und Treue gepredigt. Wenn heute die Ansteckungsrate im Senegal niedrig ist, dann bestimmt auch, weil die Religionsgemeinschaften auf moralische Verhaltensweisen gepocht haben. ... In einigen Ländern Afrikas mag diese Position schwierig sein, weil die Gewohnheiten anders sind. Doch Afrika ist in sich verschieden, und es gibt sehr wohl Gesellschaften, die den Begriff von Abstinenz und Treue kennen und ihn auch fördern."

Was wird von dieser ersten Afrikareise Benedikts XVI. bleiben? Sicher die Debatten um den Lebensschutz und die Aidsvorsorge, meint der Senegalese. Aber er betont auch:

"Vielleicht wollte der Papst ja auch uns Afrikaner, vor allem uns Bischöfe, daran erinnern, dass es besser ist, wenn wir selbst und für uns selbst denken. Wir sollen das Evangelium und seine Werte leben und sie selbst verbreiten. Unsere Art, die Dinge zu sehen und unsere Art zu handeln ist wirksam, auch wenn sie nicht dem entspricht, was andere uns vorschlagen." (rv) 25.03.09

Eine Solidaritätsaktion für den Papst

Eine Solidaritätsaktion für den Papst planen die afrikanischen Studenten in Rom. Sie richten sich gegen eine "Instrumentalisierung der Papstbotschaft für Afrika". Der Kontinent sei nicht der Hauptabsatzmarkt für Kondome, heißt es in einem an diesem Mittwoch verbreiteten Aufruf. Die internationale Gemeinschaft solle vielmehr die Hauptprobleme Afrikas wahrnehmen: Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung, Grundeinkommen für Familien, ein Wirtschaftssystem, das Afrika nicht ausbeutet. Benedikt XVI. habe während seiner Pastoralreise zahlreiche Wege und Lösungen aufgezeigt, damit die Afrikaner selbst ihre Entwicklung in die Hand nehmen könnten. Die Kundgebung der afrikanischen Studenten ist für kommenden Sonntag vor dem Angelusgebet auf dem Petersplatz geplant. (rv) 25.03.09

Die Linken wollen bei Christen „Stasi im Kopf“ errichten

Interview von „Catolicismo“ (Brasilien) mit Mathias von Gersdorff 

Renato Vasconcelos: Dieses Jahr sind in Deutschland Bundestagswahlen. Welche Bedeutung werden christliche Themen in diesen haben?

Mathias v. Gersdorff: Es ist zu beobachten, daß für manche Themen, vor allem das Lebensrecht der Ungeborenen, bzw. deren Schutz, gestiegen ist. Ebenso ist die Reaktion aus christlichen Kreisen gegen linke gesellschaftspolitische Projekte wie Homo-Rechte und dergleichen auch stärker. Sowohl Katholiken wie auch Evangelikale versuchen verstärkt, daß diese Themen eine wichtige Rolle im Wahlkampf haben. Das ist angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht ganz einfach.

RV: Für einen Ausländer ist allerdings sehr deutlich zu sehen, daß die Attacken auf christliche Positionen zugenommen haben. Selbst der Papst wird in einer Weise angegriffen, die für Ausländer kaum zu begreifen ist.

MvG: Sie haben völlig Recht. Linke Kreise samt ihren Medien versuchen - sagen wir seit einem Jahr, also seit dem letzten Christival - verstärkt, eine „Stasi im Kopf“ der Christen einzurichten. Die Linken wissen, daß sie das christliche Milieu nicht zerstören können, aber sie versuchen zumindest, sie einzuschüchtern und sie mundtot zu machen. Das tun sie mittlerweile selbst mit dem Papst.

RV: Kann das gelingen?

MvG: Diese linken Kreise sind eigentlich unbedeutend. So ist die Homosexuellen-Bewegung eine winzigkleine Minderheit in der Gesellschaft. Doch linksgerichtete Medien und Politiker geben ihr eine ins Groteske übertriebene Bedeutung. Es ist wichtig, daß die Christen diese Künstlichkeit des Machens von Öffentlichkeit bemerken und sich nicht einschüchtern lassen.
Dasselbe gilt für andere Gruppe, wie die Antifa, die seit etwa einem Jahr die Lebensrechtler immer wieder mit Blockaden und Gegendemonstrationen belästigen.

RV: Spüren Sie selber diese neue Aggressivität gegen christliche Positionen?

MvG: Ja. Der Verbalradikalismus hat zugenommen. Die meisten E-Mails, die wir von Gegnern erhalten, sind schlichtweg radikal. Kommentare auf unserer YouTube-Seite drohen offen mit Gewalt. In manchen Internetseiten wird offen darüber debattiert, wer uns erschießt.
Das sind natürlich Extreme. Doch es ist deutlich zu beobachten, daß in vielen Medien eine regelrechte Hetze gegen christliche Positionen gemacht wird. Sicherlich werden manche Radikalen von dieser Hetze angestachelt.

RV: Welche Rolle spiele linke christliche Kreise, Katholiken wie Evangelische?

MvG: Das sind nützliche Idioten.

RV: Wie weit werden linke Kreise und Medien Ihrer Meinung nach gehen?

MvG: Wovor die Linken am meisten Angst haben ist eine Reaktion seitens der christlichen Basis der Gesellschaft. Diese neigt aber zu einer gewissen Trägheit. Wenn auf sie eingedroschen wird, wehren sie sich nicht sofort. Wenn aber die Attacken zu weit gehen, wächst die Bereitschaft, sich zu verteidigen. Wenn das passiert, werden die Linken zurückweichen.

RV: Vielen Dank für das Gespräch.

Renato Vasconcelos ist Korrespondent der brasilianischen Presseagentur Boa Imprensa und der Zeitschrift Catolicismo

“Bete an, was du verbrannt hast!”

Exklusivinterview mit Prinz Luis von Orleans und Braganza


São Paulo (
kathnews). Kirche und Gesellschaft befinden sich in einer Krise, deren Ausmaße historisch einmalig sind. Während die Krise der Kirche vor allem in Folge der Autoritätskritik der “68er-Bewegung” an Profil und Stärke zunehmen konnte, liegen die Wurzeln der gesellschaftlichen Krise weit tiefer. Kathnews-Chefredakteur Benjamin Greschner sprach mit Prinz Luis von Orleans und Braganza über die Lage der Kirche und die Krisen unserer Zeit. Prinz Luis von Orleans und Braganza, geboren am 6. Juni 1938, ist das gegenwärtige Oberhaupt des brasilianischen Kaiserhauses und Thronprätendent von Brasilien. Er ist ein Sohn von Prinz Pedro Henrique von Orleans und Braganza und Prinzessin Maria von Bayern, aus dem Hause Wittelsbach. Prinz Luis ist ein Ur-ur-Enkel von Pedro II., dem letzten Kaiser von Brasilien.

Lesen Sie das vollständige Interview hier

 

Kampf gegen die Mächte des Bösen

Die größte Versuchung für uns Christen besteht darin, dass wir den Kampf gegen die Mächte des Bösen nicht mehr aufnehmen, ihn in der verborgenen Tiefe unseres Herzens für verloren geben und uns so dem Auftrag, d.h. unserer Berufung, nicht mehr entsprechen. Deshalb mahnt uns die Österliche Bußzeit und die Tradition der Kirche mit der tiefsten und letzten Begründung im Vaterunser, diesen beständigen geistlichen Kampf in unserem Leben, den jeder Einzelne und auch die Gemeinschaft der Glaubenden führen muss, nicht aufzugeben. Wir dürfen dem „Vater" vertrauen, dass er uns rettet. Dann verstehen wir besser, warum in unserer Messe zwischen der ältesten Fassung des Vaterunsers und dem abschließenden Lobpreis das Gebet eingeschoben wird, das uns manchmal stört, aber doch viel tiefer ist als wir meist denken und durchaus an der richtigen Stelle steht: Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten. Man kann es auch nochmals mit einem Wort Jesu sagen: Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet (Mt 26,41). Amen

(Aus der Predigt bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2009 der Bischöfe Deutschlands in Hamburg)

Den vollständigen Text der Predigt können Sie hier lesen

Stille Nacht ist das beliebteste Weihnachtslied aller Zeiten in England

Das festliche Lied wurde zu Weihnachten im Jahr 1818 erstmals gesungen. In der St. Nikolauskirche im kleinen österreichischen Oberndorf begleitete der Organist Franz Gruber zur Christmette Pfarrer Josef Mohr auf der Laute. Mittlerweile wurde das Lied in mehr als 300 Sprachen und Dialekte über die ganze Welt verbreitet. Zu Weihnachten wird es von ca. zwei Milliarden Menschen gesungen.

"We Wish You a Merry Christmas", aus dem westlichen England kommt auf den zweiten Platz, gefolgt von "Herbei, o ihr Gläubigen".

Ein Sprecher der Umfrage sagte: "Wir wissen, dass es Weihnachtzeit ist, wenn wir zum ersten Mal das Stille Nacht hören. Es ruft tatsächlich Emotionen hervor und versetzt uns in den Geist von Weihnachten sobald wir es hören... Wir verbinden die Weihnachtslieder mit den Erinnerungen an unsere Kindheit und einer Zeit, da Weihnachten noch die ersehnteste Zeit des Jahres war".

Vereherung zu Sankt Michael höchst aktuell

Viele Menschen und Pfarreien tragen den Namen des heiligen Erzengels Michael, des Schützers der Kirche und Patron Deutschlands. Doch leider ist vielen Menschen das Wissen um St. Michael und die Bereitschaft, sich ihm zuzuwenden, verlorengegangen. Der heilige Michael nimmt in der Engelverehrung einen besonderen Platz ein, ist er doch jener, der die guten Engel im Kampf gegen Satan anführte um diesen in Hölle hinabzustürzen, der Engel, der Gott das Rauchopfer darbringt und der Engel der Apokalypse. Jener, der die Kirche beschützt und eine besondere Beziehung zu Deutschland hat. Gerade auch weil dieses Wissen heute oftmals nicht mehr da ist und es fast keine leicht verständlichen, gut aufgemachten und informativen Hefte über St. Michael gibt, ist das akutelle PUR-Spezial (http://pur-spezial.de) eine gute Möglichkeit hier Abhilfe zu schaffen. Es eignet sich für jeden, ob schon gläubig und nur interessiert, für den Jugendlichen oder die Großeltern: Für jeden ist etwas dabei und trotzdem verliert das Heft nicht an Substanz, im Gegenteil: Es informiert grundlegend, lenkt den Blick gleichzeitig auf wichtige und hochinteressante Aspekte des hl. Michael und seiner Verehrung, aber es verliert sich nicht in eine bestimmte Richtung und gerade dadurch ist es einmalig! Der geringe Preis, gerade für größere Stückzahlen, ist ein weiterer Anreiz. Wer noch nicht überzeugt ist diese Gelegenheit wahrzunehmen um den hl. Michael neu kennen zu lernen oder diese Chance seine Verehrung zu fördern ergreift, der sollte sich die Worte des hl. Alfons von Liguori ("Die Andacht zum heiligen Michael ist ein Zeichen der Auswählung!"), des Papstes Pius XII. ("Noch nie war die Hinwendung des hl. Erzengels Michael so dringend wir heute!") oder auch des Papstes Johannes Paul II. betrachten, der beim Besuch des Michaelsheiligtum auf dem Monte Gargano sagte, er sei gekommen, um "den heiligen Erzengel Michael zu verehren und ihn anzurufen, damit er die Kirche in einem Moment schütze, indem es schwierig ist, ein authentisches christliches Zeugnis ohne Kompromisse und Halbheiten zu geben." Wievielmehr ist die Verehrung des hl. Michael heute notwendig, für die Erneuerung der Kirche und unser Land! Informationen und Bestellung unter:  http://pur-spezial.de

"Humanae vitae" als Hörbuch

40 Jahre ist sie nun alt, viele sprechen über sie, aber wenige kennen den Inhalt, und doch ist sie eine der wichtigsten Enzykliken, die je erschienen: Humane Vitae, das zukunftweisende Lehrschreiben Papst Pauls VI. Um die bedeutende Enzyklika einem größeren Personenkreis nahe zu bringen, plant der Verlag Petra Kehl, den päpstlichen Rundbrief als Hörbuch einzuspielen. Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen eher bereit sind, sich einen solchen eher „trockenen“ Text einmal anzuhören, als ihn zu lesen. Zumal dann, wenn er von einem Profi-Sprecher, wie Christian Büsen, mit sympathischer Stimme gelesen wird.

Das Hörbuch mit einer Spielzeit von ca. 60 Minuten in einfacher Kartonstecktasche wird zum einmalig günstigen Preis von nur ca. 2,50 Euro zzgl. Porto abgegeben. Damit soll die weite Verbreitung der Enzyklika gefördert werden. Dieser günstige Preis wird zum einen durch die einfache Ausstattung ermöglicht, zum anderen sind weder der Verkauf über Buchhandlungen noch Buchhandelsrabatt vorgesehen.

Erscheinen wird das Hörbuch im Dezember 2008. Geplant ist eine einmalige Sonderausgabe, für die bis zum 20. November 2008 Vorbestellungen entgegengenommen werden. Weitere Auflagen sind derzeit nicht beabsichtigt. Als Text liegt zugrunde die offiziell von der Deutschen Bischofskonferenz approbierte Übersetzung von Humanae Vitae, jedoch ohne Fußnoten und Anmerkungen.

Gelesen wird der Text von Christian Büsen. Der Absolvent der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart, der als freier Sprecher für den SWR Stuttgart, arte und Deutschlandfunk arbeitet, hat schon zahlreiche Hörbücher mit spirituellen Texten für den Verlag Petra Kehl sowie den Herder Verlag eingespielt.

Der Verlag Petra Kehl hat sich seit einigen Jahren auf Hörbücher spezialisiert. Zu seinem Programm gehören christliche Kinderbücher ebenso wie spirituelle Texte, historische Romane mit christlichem Hintergrund und demnächst auch Audioführer durch bedeutende Pilgerkirchen, wie den Petersdom und St. Paul vor den Mauern in Rom.

 

Verlag Petra Kehl

Sturmiusstraße 9

36037 Fulda

Tel./Fax 06 61 – 2 15 23

Email: info@verlag-kehl.de

 

Tragende Rolle des Christentums

Das Christentum spielt nach Ansicht von Bundespräsident Horst Köhler eine tragende Rolle für das kulturelle Selbstverständnis Deutschlands. Beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Hamburg wies Köhler darauf hin, dass die Kultur in Ost und West durch den christlichen Glauben geprägt wurde. Als die DDR 1976 ihr "Deutsches Lesebuch" veröffentlichte, sei darin als erster Text ein Choralgedicht des Reformators Martin Luther abgedruckt worden nach dem 46. Psalm "Ein feste Burg ist unser Gott". Köhler: "Selbst die DDR musste zugeben: Zur Kulturnation Deutschland gehört ihre christliche Prägung." Köhler rief die Deutschen auch zu mehr Dankbarkeit auf: "Unser Volk ist frei und politisch geeint. Wir leben in sicheren Grenzen, umgeben von Freunden und Partnern." Der Wohlstand sei so hoch wie bei wenigen anderen, Demokratie und Recht seien wichtige Elemente. "Freuen wir uns darüber, feiern wir es!" (idea) 04.10.08

Dies ist der deutsche Weg! Mit Gott und St. Michael!

Der Heilige Michael, Schutzpatron Deutschlands

 - Die Monatskolumne der Generation Benedikt -

Von Christoph Rautenberg

 

Köln (kath.net): "Dies ist der deutsche Weg!" Diese Worte, welche der Jesuitenpater Friedrich Muckermann nach dem Zweiten Weltkrieg als Wegweisung für Deutschland verfasste, haben an Aktualität nichts verloren. Noch vor wenigen Jahren, beim Beginn des Irak-Krieges, legte Kanzler Schröder drauf wert von einem "deutschen Weg" zu sprechen. Doch was meinte Pater Muckermann damit?

Gerade der aktuelle Engelmonat September, in welchem die katholische Kirche am 29. September die drei Erzengel besonders ehrt, bietet eine gute Gelegenheit endlich wieder über den Weg nachzusinnen, den Gott mit uns und unserem Land gehen will. "Na klar!", werden manche jetzt vielleicht einwenden, "wir sollen halt wieder mehr beten und christlicher leben, dann gehen wir den Weg des Herrn!" Das ist richtig.

Doch es bedeutet auch, bei diesem Weg die landesspezifischen und kulturellen Besonderheiten neu zu erkennen und mit Freude zu pflegen. Neben den verschiedenen Landesfahnen, die etwa wie beim Weltjugendtag in Sydney unter dem Kreuz geeint sind, gibt es noch eine weitere Vielfalt: So wie bei den Iren der heilige Patrick und bei den Franzosen die heilige Jeanne D'Arc nicht nur bei den dortigen Katholiken eine große Bedeutung haben, haben auch die Deutschen zu einzelnen Heiligen eine besondere Beziehung oder sollten eine solche haben. Aber wer ist hier nun als besonderer Wegbegleiter für uns Deutsche gemeint? Der hl. Bonifatius? Sicherlich, dieser große Heilige ist uns wegen seiner Missionstätigkeit in unserem Land als Apostel Deutschlands sehr bekannt. Doch wem brachte gerade dieser große Heilige unseres Landes, sowie andere bekannte Heilige, wie z.B. der einzige heilige deutsche Kaiser Heinrich II., besondere Verehrung entgegen? Wer gilt auch heute noch als der Patron Deutschlands?

Man kann ihn im geistlichen Testament des zweiten Apostels Deutschlands, des heiligen Petrus Canisius, erkennen: "Du weißt, o Herr, wie sehr und wie oft Du mir an jenem Tage Deutschland empfohlen hast. Von diesem Tage an sollte Deutschland mein Sorgen und Denken immer mehr einnehmen und ich sollte mich sehnen, wie Petrus Faber, im Leben und im Tode für sein ewiges Heil mich zu opfern. So sollte ich ein Mitarbeiter des hl. Michael, des Engels Deutschlands, sein."

Vor allem auch die deutsche katholische Jugend unter der NS-Diktatur hat sich in schwerer Zeit um St. Michael geschart um im Glauben fest zu bleiben. Und auch nach dem Kriege hat sie ihre Treue zu ihm in großen Michaelswallfahrten kundgetan. Doch leider ist dieser wichtige Aspekt des katholischen Lebens in Deutschland infolge von Wohlstand, Glaubensabfall und dem Streben nach dem Geist der Welt, wie so viele Schätze aus der Tradition des katholischen Lebens in Deutschland, in den Hintergrund getreten oder sogar ganz in Vergessenheit geraten.

Die früher so selbstverständlichen Gebete zum heiligen Erzengel Michael, wie nach der hl. Messe ("Verteidige uns im Kampfe") und die zahlreichen Michaelswallfahrten gilt es neu zu entdecken und neu zu üben. Gehen wir voran, es geht: in meiner Heimatpfarrei wird z.B. am 29. September die erste Michaelswallfahrt stattfinden. Wer Mut hat, macht Mut!Eine von vielen gewünschte Re-Christianiserung Deutschlands wird gewiss noch schneller und erfolgreicher verlaufen, wenn wir unseren Landespatron wieder "mitarbeiten lassen"!

Ich selber durfte die Schönheit und Wichtigkeit der Verehrung von St. Michael vor zwei Jahren bei der Vorbereitung eines Vortrages über den heiligen Erzengel Michael erfahren. War das eine Entdeckung! Wie ein Schatz, der nur darauf gewartet hat, gehoben zu werden.

"Wenn man vor einem Abgrund steht, ist ein Rückschritt ein Fortschritt". Diese Worte des verstorbenen Fuldaer Bischofs Johannes Dyba passen auch in diesem Zusammenhang: Zurück zu St. Michael!

Oder wie es der Anfangs erwähnte Jesuitenpater Friedrich Muckermann ausdrückte:

"Jene, die für ein christliches Deutschland vor Hitler und unter Hitler gekämpft haben, werden diesen ihren guten Kampf auch nach Hitler fortsetzen. Dies ist der deutsche Weg! Mit Gott und St. Michael!"

 

Die Generation Benedikt veröffentlicht monatlich in der Kolumne "Junge Gedanken - Generation Benedikt" Beiträge von jungen Menschen auf KATH.NET. http://www.generation-benedikt.de

Europäische Union

Was wissen unsere Politiker über die Europäische Union?

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Verurteilt seinem Glauben abzuschwören

Das Menschenrechtstribunal von Alberta (Kanada) hat einem evangelischen Pastor auferlegt, er solle seinem Glaube abschwören und ihm verboten jemals wieder moralischen Widerstand gegen Homosexualität zu leisten. Pastor Stephen Boisson hatte in seiner Kirche die Homosexualität aus biblischer Perspektive ausgelegt. Für den verursachten "Schaden durch Schmerz und Leiden" wurde ar auch zu einer Geldstrafe von $ 5000 verurteilt.
(auf Englisch im Detail hier)

Im Staat New Mexico (USA) wurde ein fotographisches Familienunternehmen zu $ 6600 Geldstrafe verurteil, weil es sich geweigert hatte, auf einer gleichgeschlechtlichen Hochzeitsfeier zu fotografieren. Der Rechtsanwalt des Unternehmens sagte, es sei ein Beispiel wie weit "Antidiskriminierungsgesetze" als Waffen in den Händen von homosexuellen Aktivisten gebraucht werden können.
(auf English im Detail hier)

Verkehrte Welt

...

Seit vielen Jahren gehe ich morgens zu einer Waldkapelle im Taunus. Ich entzünde dort eine Kerze und schöpfe im Gebet Kraft für den neuen Tag. Über all die Jahre der Demütigungen war mir die nahe gelegene Waldkapelle ein Ort, der mir immer wieder Zuversicht gegeben hat. Seit Februar 2006 wurde die Kapelle mehrfach von Unbekannten verwüstet. Am Morgen des 5. Juli fand ich sie im bislang schlimmsten Zustand vor: die Kerzenleuchter waren von der Wand geschlagen und die aus Lindenholz geschnitzte Madonna hatte als Zielscheibe für Flaschen gedient. Nachdem ich den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige gebracht hatte, wurde ich gefragt, was ich denn eigentlich von der Polizei erwarte. Nichts gegen die zuständigen Beamten. Aber mir wurde schlagartig klar, dass sich die Werte unserer Gesellschaft sehr verändert haben. Wäre ein muslimischer Gebetsraum verwüstet worden - das Landeskriminalamt hätte wohl nicht gezögert, die Ermittlungen aufzunehmen. In diesem Falle passierte - nichts. Zwei Wochen nach der Verwüstung einer christlichen Gebetsstätte berichtete die örtliche Lokalzeitung darüber. Das wars. Inzwischen wurde die Kapelle ein viertes und fünftes Mal verwüstet, unmittelbar nachdem sie mit Spenden aus der örtlichen Bevölkerung liebevoll restauriert und gestrichen worden war. Ich belästige Sicherheitsbehörden heute nicht mehr mit solchen Hinweisen. Denn ich lebe offenkundig in einer verkehrten Welt.

(Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen)

Die Rückkehr der Etikette

Etikette der alt(bewährt)en Schule

 

 

Darüber gibt es keinen Zweifel: Gutes Benehmen und einwandfreie Manieren sind wieder gefragt. Oder waren trotz der 68er-Revolution sowieso immer ein Dauerbrenner. Mag weltanschaulich ein „anything goes“ auf den Lippen geführt werden, die Karriereleiter ohne tadellose Umgangsformen zu erklimmen, scheint undenkbar.
               Im Business-Etikette-Seminaren freilich haben allfällige Sollbruchstellen modernen Benimms wenig Raum: Einladungen zu Empfängen werden gedruckt wie anno 68. Der Themenkanon lautet ungebrochen Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Verschwiegenheit, Besonnenheit, Konversation, Hygiene, Manieren und Takt.

„Die Regeln der Etikette sind nicht starr“, meint die Trainerin der Diplomatischen Akademie, Renate Thomas, „sie sind zwar ein Korsett, aber nicht um einzuengen, sondern um einem Rückhalt zu bieten.“

 

Dezent sein

 

Das Erscheinungsbild des Menschen prägt die Reaktionen, die er in seiner Umwelt hervorruft. Man will einen  guten Eindruck hinterlassen. Dazu bedarf es einwandfreier Hygiene, die erste Regel lautet: dezent sein. Also sauber, ordentlich, gebügelt, Schuhe und Nägel geputzt. Männer gut rasiert oder Bart gut gestutzt. Frauen mit tadellosem Nagellack, das Parfum dezent. Bei Herren keine auffallenden Krawatten, keine weißen Socken, besser dunkle Kniestrümpfe, denn die Wade zu zeigen gehört sich nicht.
                Niesen, gähnen, husten hinter vorgehaltener Hand. Keinesfalls in der Öffentlichkeit: Nägel beißen, kämmen, Fingernägel putzen, mit dem Zahnstocher hantieren. Andere beim Reden nicht angreifen, Distanz halten.

Mehr noch, als was man sagt, zählt, wie man es sagt: die Körpersprache macht den Unterschied. Das Vorstellen und Vorgestelltwerden muss man beherrschen. Tischmanieren sind ein zentraler Punkt: ordentlich sitzen, Serviette auf den Schoß, was weiter weg steht, nicht einfach nehmen, sondern darum bitten, Brot brechen, die Sitzordnung beachten, das Handy abstellen, Rauchen nur, wenn erlaubt, nach dem Essen.

 

Diskretion

 

              Die Kunst der Konversation, glücklich, wer sie beherrscht: Niemals (oder selten) emotional sein, das kann hässlich und beleidigend werden, nicht im Satz unterbrechen, ausreden lassen. Das Gespräch weder dominieren noch die eigene Persönlichkeit aufgeben. Die Meinung des anderen respektieren. Gut zuhören. 
             
Entscheidend ist, was nicht gesagt wird. Nicht zu laut sein und nicht flüstern. Nicht mit "Was?" nachfragen, klar und deutlich sprechen. Nicht über etwas sprechen, wovon man nichts versteht. Keine indiskreten Fragen stellen. Kein Tratsch. Nicht prahlen. Keine Superlative. Die Gespräche später notieren, damit man darauf Bezug nehmen kann.
              Bei Geschenken die Grenze der Bestechlichkeit beachten, notieren, was geschenkt wurde und was man schenkt. E-Mails wie Briefe behandeln, Kondolenzbriefe unbedingt mit der Hand schreiben, auch das Kuvert.              

 Von Matthias Raftl (Die Presse 050320)

Rettung der Erde wird zur neuen „Mainstream-Religion“

Trendforscher Matthias Horx: Klima-Religion ist der neue Fundamentalismus für jedermann.

B o n n (idea 15.11.07) – Das Aufkommen eines „Welterrettungs-Kults“ angesichts der Angst vor einer drohenden Klimakatastrophe beobachtet der Trendforscher Matthias Horx (Kelkheim bei Frankfurt am Main).

„Die Klima-Religion ist der adäquate Kult einer Konsum- und Medien-Erregungsgesellschaft, die ihrem eigenen Fortschritt nicht mehr traut. Sie ist der neue Fundamentalismus für jedermann“, schreibt Horx in seinem in Bonn erscheinenden „Zukunftsletter“. In dem Beitrag mit dem Untertitel „Warum die Rettung des Planeten zur neuen Mainstream-Religion wird“ fragt er die Leser: „Haben Sie heute schon Ihren Kohlendioxyd-Ausstoß gezählt? Nein? Das ist schlecht.“ Denn mit jedem Atemzug, dem Betätigen von Lichtschaltern, Fensterklinken, Fernbedienungen sowie Auto-, Zug- und Flugreisen bringe man die Menschheit dem Untergang näher. Aber, so Horx: „Keine Angst, Erlösung ist in Sicht.“ Wer dem kalten Herbst in den sonnigen Süden „entfliegt“ oder einen „dicken“ Geländewagen gekauft habe, „als das noch chic war, der kann Ablass zahlen“. Dies gehe durch eine Geldspende, mit der in Tasmanien oder Sibirien Bäume gepflanzt werden: „Und schon ist man von allen Öko-Sünden befreit!“ Die Idee, dass die Welt auf den Abgrund zutreibe, sei so alt wie die Menschheit selbst. Die katholische Kirche verlange seit dem Mittelalter stets Reue des Herzens, Bekenntnis und Genugtuung – „eine Choreografie, die man heute unschwer in jeder Weltuntergangs-Talkshow (also praktisch in jeder Talk-Show) erkennen kann“.

Auch Kanzlerin nutzt Klima-Thema

Die Katastrophenthese sei niemals zu widerlegen, und furchtbares Wetter werde es immer geben. Horx: „Der Kult verheißt Sinn und Drohung, Feindbild, Weltordnung und Ritual. Und Geschäftsmöglichkeiten en masse. Richten wir also unser Leben, unser Geschäftsmodell, unsere Produktpalette, unser Marketing auf das Kohlendioxyd-Zeitalter aus.“ Nach Ansicht des Trendforschers hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „klug erkannt“, dass sie mit dem Besetzen des Klima-Themas „einen Konsensbogen zwischen grünem Bürgertum und dem alten Wertkonservativismus spannen kann, der die neuen Mehrheiten definiert“. Der Ökologismus sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Kinderliebe, Elternliebe

Jahrelang hat das Bundesfamilienministerium Aufklärungsratgeber vertrieben, die eindeutig zum Kindesmissbrauch aufriefen. Dass sie jetzt erst eingestampft wurden, ist ein Skandal
 
Essay von Gerdard Amendt, erschienen in der WELT vom 26. Oktober 2007
 
Seit 2001 hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter dem Titel "Körper, Liebe, Doktorspiele" einen Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung vertrieben. Vor einigen Wochen hat nun die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, aufgeschreckt von kritischen Hinweisen, die Broschüren aus Zeiten rot-grüner Familienpolitik kurz entschlossen, wenn nicht überstürzt, aus dem Verkehr gezogen. Soll man sich mit der Zensur abfinden und der Ministerin ungefragt gute Gründe im Sinne des Allgemeinwohls unterstellen? Oder sollte nicht öffentlich erörtert werden, was an den hunderttausendfach vertriebenen Ratgebern möglicherweise so unerträglich ist, dass er Eltern nicht zu fortschrittlicherer Sexualerziehung befähigt, sondern unter staatlicher Anleitung zum kinderfeindlichen Gegenteil verleitet? Was ist so graus an den Schriften, dass niemand wissen will, was die Ministerin zum überstürzten Handeln trieb? Die Gründe liegen in den Ratgebern selber. Dass sie aus großkoalitionären Überlegungen wie Ballast schnell über Bord gehen mussten, vermag an der Notwendigkeit einer öffentlichen Debatte nichts zu ändern.
(Lesen Sie den vollständigen Artikel hier)

Verleihung des Katholischen Medienpreises 2007 in Bonn

Karl Kardinal Lehmann fordert Debatte über Gewalt in den Medien


BONN, 11. September 2007 (ZENIT.org).- Kardinal Lehmann hat dazu aufgerufen, die aktuelle Debatte über mögliche schädliche Wirkungen von Gewaltdarstellungen in den Medien in eine breite Öffentlichkeit zu tragen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz warnte am Montagabend anlässlich der Verleihung des Katholischen Medienpreises 2007 im Rheinischen Landesmuseum in Bonn vor höchst problematischen Dimensionen der Mediennutzung wie etwa den so genannten „Killerspielen“ oder audiovisuellen Darstellungen von Schlägereien, Folterszenen, Terrorakten oder Hinrichtungen. Solche Phänomene von Gewalt zu überwinden sei ein „Anliegen von gesamtgesellschaftlichem Interesse“, dem sich auch die Medien stellen müssten.

Kardinal Lehmann verwies unter anderem auf den Kinderpsychologen Wolfgang Bergmann, der betone, „dass das, was wir beispielsweise Computersucht nennen, nicht von den Computern oder den Spielen ausgeht. Es handele sich dabei um eine Lösung, die Kinder gefunden hätten, um ein Defizit überwinden, überdecken oder kompensieren zu können. Und diese Defizite liegen in den sozialen Beziehungen, in denen sie stehen: fehlende Anerkennung und Ermutigung, mangelnde Geborgenheit, das Fehlen von Aufgaben und Zielen.“

In diesem Zusammenhang würdigte er die Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum diesjährigen Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, der in Deutschland am 9. September begangen worden war: „‚Medienerziehung sollte positiv sein‘, ist sein Grundsatz“, erläuterte Kardinal Lehmann: „Sie sollte Kindern helfen, Wertschätzung, Klugheit und Urteilsvermögen zu entwickeln; so wird die eigentliche Aufgabe ‚eine Heranbildung zur Ausübung von Freiheit‘.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz kritisierte, dass die Gesellschaft – anders als etwa im Umwelt- oder Lebensmittelbereich – „noch zu wenig Sensibilität für die möglichen ,Schadstoffe‘ in den Medien entwickelt“ habe.

Karl Kardinal Lehmann zeichnete am Montag Angela Graas und Bastian Obermayer mit dem Katholischen Medienpreis 2007 aus. Bei der feierlichen Preisverleihung würdigte er die ausgezeichneten Beiträge als Beispiele dafür, wie Medien Anstöße geben, „sich mit den eigenen existentiellen Fragen zu beschäftigen“ und „bereichernde Zugänge zur Wirklichkeit“ zu eröffnen.

Angela Graas erhielt den Preis in der Kategorie elektronische Medien für ihre Dokumentation „Von wegen ewiger Ruhe. Geschichten auf dem Münchner Ostfriedhof“ (Bayerisches Fernsehen/Kirche und Welt). In der Kategorie Printmedien wurde die Auszeichnung an Bastian Obermayer verliehen für seinen Beitrag „Spiel mir das Lied vom Tod“ (Süddeutsche Zeitung Magazin). Der Katholische Medienpreis ist insgesamt mit 10.000 Euro dotiert.

Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), hob hervor, dass „Sinn- und Glaubensfragen heute nicht mehr nur im Kirchenraum oder im privaten Bereich diskutiert werden, sondern auf der öffentlichen Agenda stehen“. Deshalb müsse die Kirche ihre eigene Medienarbeit immer wieder kritisch überprüfen, wie sie es derzeit im Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung tue. Mit dem Katholischen Medienpreis wolle man Journalisten auszeichnen und ermutigen, „die Zusammenhänge erkennen und nicht nur Schlagzeilen produzieren, die den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung rücken und nicht sich selbst“.

Der Festakt mit rund 200 Gästen aus Kirche, Politik und Medien wurde von Johanna Holzhauer (WDR) moderiert. Die Laudatio auf Angela Graas in der Kategorie elektronische Medien hielt die ZDF-Moderatorin Gundula Gause. Laudator auf den Beitrag von Bastian Obermayer in der Kategorie Print war Professor Dr. Johannes Reiter, Moraltheologe der Universität Mainz.

Alle Ansprachen sind unter Medienpreis online abrufbar.

Die Seelenmordindustrie

von Uwe Lipowski

Wenn ich in die Gesichter der Menschen schaue, die mr begegnen, so sind viele leer. Manche sind wie tot. So oft hört man von kaputten Ehen, zerissenen Familien, gescheiterte Existenzen, Selbstmorden. Und von vielen anderen schlimmen Dingen.

WARUM?

Warum ist das so? Was wurde mit uns gemacht? Früher war zwar auch nicht alles rosig, nicht alles besser. Aber so viele innere Zerstörung gab es nicht. Was hat z.B. die "Gestalttherapie" mit der Umerziehung zu tun?

Wenn Sie auf der Suche nach der Antwort auf diesem "WARUM" einen Schritt weiterkommen wollen, dann lesen Sie

 "Die Seelenmordindustrie"

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung
  2. Spontane Gruppen der Infantilität
  3. We all live in a yellow submarine
  4. Was so „Musik” genannt wird
  5. Gehen Sie auch lieber auf Nummer unsicher?
  6. Schöne-Neue-Eine-Welt-Spaß-Medien
  7. Nicht artgerechte Haltung
  8. Aufstand bei den Spielzeugpuppen
  9. Wenn die Schule leert anstatt zu lehren
  10. Laß es wegmachen
  11. „Laßt mich Untote machen, mir ähnlich”
  12. Zarte Persönlichkeitszersetzung mit sanfter Totalität
  13. Seelenverleugnung
  14. Sabotage in der Seelenmordindustrie
  15. Quellennachweis

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http://uwe-lipowski.de

 

Es gibt keine Materie an sich!

Max Plank

Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms folgendes: es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente noch eine ewige (abstrakte) Kraft gibt - es ist der Menschheit noch nie gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden - so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, (denn die Materie bestünde, wie wir es gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht!), sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. Da es aber Geist an sich nicht geben kann, und jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben - GOTT.

„Eine Wissenschaft, die nicht so einfach ist, dass man sie auf der Straße jedem erklären könnte, ist nicht wahr!“

Max Plank, Nobelpreisträger (1858 - 1947)

Max Plank leitete mit Albert Einstein ein neues Zeitalter der Naturwissenschaft ein und prägte das physikalische Weltbild entscheidend.

Die Rechtschreibreform aus der Sicht eines Abiturienten

Johannes Hügel

(verfaßt nach der "alten Rechtschreibung" mit evtl. Vermischung der neuen Rechtschreibung; es herrscht ja Chaos in dieser Richtung)

Möchte man etwas positives über die "Neue Rechtschreibung" sagen, so kommt einem sofort die Verwendung von "ss" statt "ß" in den Sinn. Denn es ist einem jeden einleuchtend und zudem leicht zu merken, daß man das "ß" verwendet, wenn der voran stehende Vokal lang gesprochen wird, wie zum Beispiel bei den Worten "Straße" und "Fuß". Andererseits ist es logisch, daß nun aber Worte wie "Schluss" oder "Kuss" mit "ss" geschrieben werden, da eben der Vokal hier kurz ausgesprochen wird. Diese Regel ist durchaus als vernünftig und sinnvoll anzusehen, was auch dadurch bewiesen ist, daß sie bei den meisten Menschen anerkannt und angewendet wird.

Vielleicht trifft man dann hier oder da noch den einen oder anderen, der die Regel mit den drei "sss" beziehungsweise "fff" als nachvollziehbar betrachtet. Das sind also Worte wie "Schlusssatz" und "Schifffahrt", die sich aus je zwei Worten zusammensetzen, hier demnach "Schluss" und "Satz" beziehungsweise "Schiff" und "Fahrt", was bei deren Zusammenführung zu einem Wort, zu den besagten drei hintereinander folgenden Konsonanten führt.

Aber benötigte man wegen dieser, meiner Meinung nach zwei einzig sinnvollen Änderungen, gleich eine Reform der gesamten Rechtschreibung? Zudem ist dann auch schon Schluss, denn welche weiteren Regeln sind dem "Normalbürger" noch bekannt? Die vielen weiteren Regeln sind entweder unbekannt oder werden im praktischen Gebrauch der Deutschen Sprache umgangen, weil es dem Einzelnen, der sich sein Leben lang der "alten Rechtschreibung" bedient hat, zu mühsam oder er auch nicht gewillt ist, noch einmal umzulernen. Daraus folgt, daß die Mehrheit der Deutschen die "neue Orthographie" ganz einfach nicht beachtet und umsetzt. Dies wird eindeutig durch die Vielzahl an Zeitungen und vor allem durch renommierte Zeitungen wie der FAZ und der Süddeutschen belegt, die jetzt alle wieder, und dies zu Recht, auf die Rechtschreibung vor der Reform umsteigen. Zudem bekunden immer mehr anerkannte Schriftsteller ihre Sympathie für die alte Orthographie. Wenn man so in den Groß-und Mittelstädten umhergeht, kann man immer wieder Plakate mit einer falschen Rechtschreibung lesen. Häufig liest man da also Worte wie "Strasse", "Strassenbahn" und "Fussballspiel", die allesamt falsch sind, sowohl nach der alten wie auch der neuen Rechtschreibung.

Ist das die viel versprochene Erleichterung im Vergleich zu der vorigen Orthographie? Wohl eher eine grenzenlose Freiheit für jeden, so zu schreiben wie er will und sich nicht mehr an irgendwelche Regeln halten zu müssen, weil ja sowieso Chaos herrscht. Desweiteren bleibt die Frage, wer denn überhaupt eine Erleichterung in der Rechtschreibung und diese selbst wollte? Denn der Mensch, der versucht sich einigermaßen gewählt auszudrücken wird stets eher eine anspruchsvolle Sprache, wie sie die deutsche Sprache ja eigentlich ist, bevorzugen, als irgendeine "vereinfachte, halbe Sprache". Das, was uns diese Rechtschreibreform wirklich gebracht hat, ist Verwirrung und Unsicherheit. Deshalb bin ich auch der Meinung, daß man diese Reform zusammen mit den
immer weiter in unsere deutsche Sprache eindringenden Anglizismen als Angriff auf unsere deutsche Sprache sehen muß, welche über so viele Jahrhunderte bis in unsere Zeit ein Ausdruck für unsere Kultur und unser Land als das "Land der Dichter und Denker" war.

Mann darf letztendlich diese Reform der Orthographie als eine gescheiterte Revolution in der Rechtschreibung bezeichnen und hoffen, daß bald alle wieder zu unserer altgedienten Rechtschreibung zurückfinden, damit das provozierte Chaos und die Verwirrung in der Bevölkerung ein Ende haben.

NEIN sagen

„Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: NEIN!“

(Kurt Tocholsky)

Ein fünftel der Kinder sind seelisch krank

Ein fünftel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland leidet an einer seelischen Störung. "Die Bandbreite der Erkrankungen reicht von Kontaktschwierigkeiten über Essstörungen bis hin zu Depressionen", sagte die Vorsitzende des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsichiatrie, Christa Schaff. Junge Menschen seien zunehmend orientierungslos, fänden bei ihren oftmals ebenso überforderten Eltern jedoch keine Unterstützung. "Drogen oder aggressives Verhalten sollen den fehlenden Halt kompensieren", erklärte Schaff zu beginn der Jahrestagung (im November 2006). "Kinder und Jugendliche müssen sich ihre Persönlichkeit selbst stricken. Es gibt keine Rollenbilder mehr, die sie aufnehmen können", sagte der Jugendpsychiater Edelhard Thoms vom Park- Krankenhaus Leipzig. Dadurch werde die ohnehin problematische Zeit der Pubertät noch schwieriger. In der Folge müssten Kinder mit einer komplexeren Welt allein zurecht kommen. Gleichzeitig hätten sie aber nie gelernt, mit diesem Druck umzugehen. Bundesweit werden den Angaben zufolge von 1400 Psychiatern rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche betreut. Das Versorgungsnetz aus niedergelassenen Ärzten, Kliniken und anderen Anlaufstellen wie Familienberatungen sei nicht ausreichend. (Mehr Infos unter www.bkjpp.de)

(Meldung dpa in DW 10.11.06

Offensiv für den Glauben eintreten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Christen zu einem offensiveren Eintreten für ihre religiöse Überzeugung aufgefordert. "Wir haben aber aus lauter Angst" vor Ausgrenzung Andersgläubiger "darauf verzichtet, für unsere Überzeugungen zu werben", sagte sie in einem Gespräch mit dem "Focus". Dabei bemängelte sie auch das Fehlen eines klaren Bekenntnisses zu den christlichen Wurzeln im europäischen Verfassungsvertrag. Sie erinnerte an das Bekenntnis des Grundgesetzes zur "Verantwortung vor Gott und den Menschen". Ohne eine solche Verankerung bleibe es zweifelhaft, ob "das Prägende des Christentums" für die alltägliche Politik aufrechterhalten bleibe.

(Gelesen in "Glaube und Leben" 28.01.2007 kna)

Freiwillige Selbstkontrolle...

... funktioniert nicht!

„Das System der Freiwilligen Selbskontrolle und der Altersstaffelung funktioniert nicht richtig. Auch wer volljährig geworden ist, ist meist noch kein stabiler, in sich ruhender Mensch. Die Kriminalitätsrate zeigt: Die größte Häufigkeit bei Gewalttaten liegt zwischen 18 und 25 Jahren.“

Günther Beckstein, Bayerns Innenminister, in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau über das Verbot von Killerspielen, in FR vom 18.12.2006, S. 7.

„Wenn wir heute die Wahrheit über die DDR verdrängen, . . .

...hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln ein schweres und schlimmens Erbe“

Vorbemerkung:

Den folgenden Leserbrief erhielt ich gestern per Fax aus Sachsen-Anhalt. Daraufhin rief ich dessen Autor, Gerhard Sammet, in Ilmenau/Thür. an, um Näheres zu erfahren. Sammet (66) ist pensionierter katholischer Pfarrer. Er stammt aus dem Sudetenland, aus dem er mit seinen Eltern 1945 als Fünfjähriger vertrieben wurde. Seinen Brief hat er mehreren Thüringer Zeitungen angeboten. Immerhin haben die Südthüringer Zeitungen „Das Freie Wort“ (Suhl, ca. 100.000 Auflage) und die STZ ihn veröffentlicht.* Von den großen Zeitungen Thüringens erhielt er nicht einmal eine Antwort.

*Darüber hinaus haben die monatlich erscheinende, in Hamburg verlegte Zeitschrift „Rotary“ und die evangelisch-lutherische „Kirchenzeitung“ (Leipzig) den Leserbrief abgedruckt. Gerhard Sammet hat deshalb schon viele unterstützende Anrufe erhalten.

Günter Kleindienst

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„Rotary“ 12/2006

Wie gehen wir mit unserer Geschichte um?

Es gehört zu meinem Beruf als Pfarrer, meine Wohnung zu öffnen für alle, die mit mir sprechen wollen. In den letzten Monaten gab es dabei ein Thema, das immer wieder angefragt wird. Dazu einige Beispiele:

1. Ein kranker Mann, 74 Jahre alt, erzählt mir bewegt: „Ich habe viel Schlimmes erlebt. Die Auswirkungen des Krieges, den Verlust der Heimat, Fremde, Hunger an Leib und Geist. Dann war ich begeistert vom Aufbau einer neuen Gesellschaft in der DDR. Als ich die Verlogenheit des Systems langsam durchschaut habe, war inzwischen die Mauer gebaut. Ich war Gefangener im eigenen Land. Die DDR hat mir mein ganzes Leben gestohlen! Jetzt ist niemand dafür verantwortlich. Im Gegenteil: Stasi-Offiziere und ihre Mitarbeiter von einst organisieren sich inzwischen sogar öffentlich. Ich hege keinen Haß, aber ich bin sehr traurig."

2. Einige ehemalige Studenten fragen mich, weil sie wissen, daß ich in der Wende engagiert war, wie es möglich ist, daß die Vergangenheit so unaufgearbeitet liegen bleibt. Sie kennen nur allzu gut die DDR-Vergangenheit mit ihren Zwängen und Ängsten. Jetzt sitzen „Ehemalige" sogar in Parlamenten, ganz demokratisch legitimiert. Sie fragen mich: Wie können Menschen so schnell vergessen? Müßte nicht auch hier gelten: null Toleranz für Intoleranz? Keiner gibt seine Schuld zu. Jeder sagt nur: Das war einmal. Hätte ich nicht mitgemacht, wären andere noch schlimmer gewesen.

3. Zwei Gymnasiasten sitzen bei mir. In ihrem Lehrplan, Fach Geschichte, steht zwar auch „DDR". Aber dazu kommt es im Unterricht so gut wie gar nicht. Sie meinen, das läge nicht nur am Zeitmangel, es läge auch daran, daß sich die Lehrer kaum darauf einließen. Ostalgie und Nostalgie liegen wie ein Mehltau auf der jüngsten Vergangenheit. KZ-Besuch Buchenwald ist eingeplant, aber das Lager II wird dabei ausgeklammert. Ich sage ihnen das Wort des bekannten SPD-Politikers und evangelischen Theologen Richard Schröder: „Man kann Nationalsozialismus und Kommunismus nicht gleichsetzen, aber man kann (und muß) sie sehr wohl vergleichen." Wer - so fragen die beiden Schüler - redet schon über die Wurzeln und über die tödlichen (körperlich wie geistigen) Auswirkungen jeder Diktatur?

4. Ich lese gerade in einer Zeitung eine Stellungnahme von Matthias Büchner, einem der hochgeschätzten Bürgerrechtler in Thüringen, auf die Frage, wie denn die Stasi-Aufarbeitung weitergehen solle: „Wenn nun die Geschichte der Aufarbeitung des Nationalsozialismus als einen Vergleich heranzieht, kann man feststellen, daß alles, was einst verdrängt worden ist, später um so heftiger hochkommt."

Wir hinterlassen, so denke ich, unseren Kindern und Enkeln ein schweres und schlimmes Erbe, wenn wir heute die Wahrheit über die DDR verdrängen.

Gerhard Sammet
R.C. Ilmenau

f.d.R. Günter Kleindienst, Journalist (DJV), 31275 Lehrte / 28. Dezember 2006

Geschrieben von Pfarrer Gerhard Sammet in Rotary (12/06), eingestellt in http://www.staatshehlerei.org von Günter Kleindienst am 28. Dezember 2006 14:58

Mangel an Selbstachtung

Sich mit einem religionsfeindlichen Spektakel demonstrativ zu solidarisieren, ist für gläubige Menschen kein Beweis für Toleranz, sondern Ausdruck eines Mangels an Selbstachtung.

(Hans Joachim Meyer, Präsident des ZdK zur Berliner Inszenierung der Mozart-Oper „Idomeneo“, s. Die Welt  19.12.06 S. 27)

Die geschichtliche Bedeutung des Glaubens

Der Glaube hat als alles durchdringende, einigende, steigernde, Kraft die Geschichte des Abendlandes bewirkt, diesem seine Gestal und seinen Inhalt gegeben; er hat die Seele erweckt, vielleicht sogar geschaffen in der ihr fortan eigenen Gestalt und sie mit einem Anspruch beschenkt, auf den sie nicht verzichten wird, auch wenn der Mensch längst nicht mehr wissen sollte, was er selber ist und was seine Seele will. (Reinhold Schneider)

„Ins Ausland statt auf die Straße“


„Die Rebellion (in Deutschland) hat bereits begonnen.Aber es handelt sich um einen eher stillen Protest. Insbesondere gutausgebildete junge Menschen gehen in Deutschland nicht auf die Straße, sondern ins Ausland, um dort einen Job zu suchen. Andere verweigern sich der populären Forderung, Familien zu gründen, weil sie aufgrund der schlechten Lage am Arbeitsmarkt und der katastrophalen Situation der sozialen Sicherungssysteme befürchten müssen, daß sie durch Kinder in die Armut gestürzt werden.“
(Philipp Mißfelder in einem Interview mit der Zeitung DIE WELT am 21.03.2006 )

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